ao.Univ.-Prof.Dr. Bob Martens - Entwerfen WS 16/17

Public Science Space: FREIRAUM für das Wiener Arsenal

 

Logo

 

Ausgewählte Projekte:

> Elena Atanassova
> Andrea Crnjak
> Lisa Donhauser
> Elisabeth Forster
> Alejandro Fuentes
> Stefan Moosmann
> Victoria Patzl
> Manuel Prögelhof
> Maximilian Reichard
> Alexander Sturmberger

Ten years ago, the decision was taken to concentrate the venues operated by TU Wien in the Vienna city area. In this context, the Arsenal complex was defined as development area for “special” research and teaching, involving particularly a bundling of laboratory spaces. In addition, design studio capacity has been created for students of architecture. A former military complex, the Arsenal borders the Sonnwendviertel, a new neighbourhood adjacent to Vienna’s new central train station. The space is accessible to the public, and various buildings are currently being adapted for utilisation by TU Wien. Against this backdrop, this design programme explores how to animate and use the outdoor spaces between the individual buildings. This project focuses on identity-building measures to underscore the appeal of the entire complex and on making the area inviting and useful for the future students and teachers (approx. 1,000 people) as well as the surrounding residents. The spaces between the buildings should be converted into a vibrant park space accessible to everyone. Concepts should deal with greening, sitting arrangements, recreation spaces, guidance systems, entry portals, signature features, etc. The entrance areas of general facilities (cafeteria, etc.) could also be included in the design concepts.


AUFGABE

Vor 10 Jahren wurde die Entscheidung für die innerstädtische Standortverdichtung der TU Wien getroffen. Im Zuge dieser Entscheidung wurde das Wiener Arsenal als Entwicklungs–gebiet für die Durchführung von "spezieller" Forschung und Lehre definiert. Insbesondere wurde dabei eine Bündelung der Laborflächen angedacht. Darüber hinaus ist nunmehr auch Zeichensaalkapazität für Architekturstudierende in ausreichendem Maße geschaffen worden. Das Wiener Arsenal ist ein ehemals militärischer Gebäudekomplex, angrenzend am Sonnwend-viertel beim neuen Hauptbahnhof. Es handelt sich um ein öffentlich zugängliches Stadtgebiet, wobei diverse Einzelobjekte derzeit für die Nutzung durch die TU Wien adaptiert werden. Im Rahmen des ggst. Entwerfenprogrammes gilt es vor diesem Denkhintergrund der Frage-stellung nachzugehen, wie man im Zuge dieser Bestrebungen auch den Außenraum zwischen den einzelnen Objekten zu beleben und nutzen vermag. Im Vordergrund der Betrachtung des Public Science Space steht daher die Auseinandersetzung mit identitätsstiftenden Ma߬nahmen, welche die Attraktivität der Gesamtanlage unterstreichen und zur Nutzung sowohl für die künftigen rund 5.000 Lehrenden und Studierenden als auch die angrenzende Nachbarschaft einladen. Der Raum zwischen den einzelnen Gebäuden soll damit nicht als ungenutzte Restfläche brachliegen, sondern vielmehr in einen lebendigen für alle nutz- und erlebbaren Parkraum verwandelt werden. Zu erarbeiten sind Konzepte, welche sich unter Umständen mit Begrünungen, Sitz- und Aufenthaltsbereichen, Leitsystemen, Eingangsportalen, Signets u.Ä.m. befassen. Ebenso könnte der Eingangsbereich allgemein genutzter Räumlichkeiten (Mensa, etc.) einer näheren Betrachtung unterzogen werden.


RESUMEE

Zieht man die vorliegenden Entwürfe rund um das Wiener Arsenal, insbesondere jenen Teil, mit welchem sich die TU Wien in naher Zukunft verstärkt zu identifizieren hat, näher in Betracht, so wird augenfällig, wie unnahbar das Gelände in Erscheinung tritt. Großformatige Baukörper beherbergen jeweils eigene Forschungs- und „Studierwelten“, der Raum dazwischen mutet übrig geblieben an und primär dazu geschaffen, überwunden zu werden, um von einer in die jeweils andere „Welt“ wechseln zu können. Insofern verwundert es kaum, dass der Fokus der hier dargelegten Entwürfe auf der Suche nach etwas Vermittelndem liegt, einer Welt deren Maßstab soweit herunter gebrochen wird, daß diese greifbar und erlebbar wird. Ganz gleich ob es sich um kleinmaßstäbliche Interventionen handelt, um „parasitär“ anmutende Einbauten, „grüne“ Terrassen, paradiesisch anmutende Freirauminseln oder entlang eines Wegenetzes verankerte Ruhe- und Spielflächen. Einzig die zugedachte Funktion variiert. Das Bestreben jedoch, sich selbst in der vermeintlichen Restfläche zu verankern und zu positionieren ist durchgängiges Credo. Darüber hinaus gilt es, dem Ort ein notwendiges Maß an Identifikation zu verleihen, nachdem die vorgefundenen Baukörper innerhalb dieses Areales hierzu wohl kaum im Stande sind. Derlei identifikationsstiftende Maßnahmen tragen dazu bei, sich als Besucher, als Studierender aber auch als Lehrer verorten zu können und die vorgefundene Räumlichkeit als „Heimstatt“ begreifen zu können. Die vorliegenden Entwürfe erhellen damit zweifelsfrei, welche Bedürfnisse an einen Ort wie jenen des Arsenales gelegt werden. Wie diese Bedürfnisse letztlich abgedeckt werden und eine räumliche Umsetzung erfahren, wird die Zukunft weisen.

 

Elena Atanassova
Elements

Vorliegender Entwurf trachtet danach, das bestehende Areal insbesondere hinsichtlich seiner Identität zu stärken und geht dabei von der Entwicklung eines wiederkehrenden Außenraumelementes aus, welches je nach Standort und Erfordernis eine abweichende Dimension und Bespielung erfährt. Abgeleitet von der Form des Zahnrades, welches das Zeitalter der Industrie begleitete, wird dieses „Element“ nun zum Symbol einer gänzlich ineinander verzahnten Welt der Kommunikation. In ihrer Vielfalt werden die „Elemente“ zur identifikationsstiftenden Maßnahme, welche die diversen Zonen des Außenraumes verbindet. Die zentral gelegene Parkanlage mit ihrem Altbaumbestand verwandelt sich solcherart unter Zuhilfenahme der „Elemente“ in einen Versammlungsort mit zahlreichen Sitzmöglichkeiten, wohingegen anderenorts Ausstellungstätigkeiten in und um die großformatigeren „Elemente“ angedacht werden.

Projektfoto Projektfoto Projektfoto Projektfoto Projektfoto
Projektfoto Projektfoto Platzhalter Platzhalter Platzhalter

zum Seitenanfang

 
Andrea Crnjak
Come TU-gether

Das gegenständliche Projekt verfolgt den Gedanken, einen öffentlichen Ort zu kreieren, der einerseits zum Verweilen und andererseits auch zur aktiven Bespielung einlädt. Grenzen zwischen „Stadt“ und „Universität“, aber auch Grenzen innerhalb des Areales des TU-Campus gilt es hierbei aufzulösen. Großformatige kreisförmige Betonflächen eingebettet in ein wiesenhaftes Grün bilden die Grundlage des vorliegenden Entwurfes. Der Zwischenraum mit „Wiesencharakter“ bietet entsprechenden Raum zur individuellen Entfaltung und entzieht sich dem strengen Formwillen der gewählten Gestaltungsmaßnahmen. Durch eine gewählte Form- und Materialsprache fügen sich die einzelnen Komponenten des Entwurfes zu einer wiedererkennbaren Gesamtgestalt zusammen.

Projektfoto Projektfoto Projektfoto Projektfoto Projektfoto
Projektfoto Projektfoto Platzhalter Platzhalter Platzhalter

zum Seitenanfang

 
Lisa Donhauser
Terrassenlandschaft

Dieser Entwurf sieht vor, das zu bearbeitende Gebiet mittels einer Reihe an terrassierten Freiraumanlagen erleb- und benutzbar zu machen. Durch diese Maßnahme sollen Bereiche des Pausierens und Erholens geschaffen werden. Eine Promenadenzone verbindet die einzelnen Baukörper und ermöglicht zudem die vorgesehenen Anlieferungstätigkeiten. Der gewählte Bodenbelag aus Betonsteinen verleiht dabei jedoch nicht dem Straßenbetrieb den Vorrang, sondern den Fußgängern. Im Bereich der terrassierten Freiraumanlagen dominieren Stufenanlagen, welche zugleich auch als Sitzmöglichkeit dienen. Hölzerne Sitzauflagen erhöhen den Sitzkomfort und verleihen der Gestaltung ihr charakteristisches Erscheinungsbild. Dazwischen tun sich Gräser, sowie halbwüchsige Birken auf.

Projektfoto Projektfoto Projektfoto Projektfoto Projektfoto
Projektfoto Platzhalter Platzhalter Platzhalter Platzhalter

zum Seitenanfang

 
Elisabeth Forster
Impulslandschaft

Das vorliegende Projekt setzt den Fokus auf das „Leben miteinander“ und die Kommunikation innerhalb des öffentlichen „Frei“-raumes. Dieser soll sich dem Nutzer im Sinne sozialer Kontakte und „inter“-kultureller Begegnungen öffnen. Der zur Verfügung stehende Bereich wird hierzu mittels diverser streifenförmiger Module bespielt und durch unterschiedliche Bodenbeläge akzentuiert. Solcherart werden Bereiche formuliert, die der Kommunikation oder auch der Erholung bzw. dem Rückzug dienen. Geometrisch betrachtet wird hierzu eine lineare Gliederung in Form unterschiedlich beschaffener Streifen vorgenommen. Die Struktur und Anordnung der Streifen folgt dabei der jeweiligen Nutzungsfrequenz.

Projektfoto Projektfoto Projektfoto Projektfoto Projektfoto
Projektfoto Projektfoto Platzhalter Platzhalter Platzhalter

zum Seitenanfang

 
Alejandro Fuentes
Attachments to the mesh

Das gegenständliche Projekt sieht die Schaffung einer linearen Raumstruktur in städtebaulich relevanter Position vor, welche gegenüber dem vorhandenen Umfeld einerseits als eine räumliche Begrenzung dienlich wird und andererseits diverse Funktionen beherbergt, welche das Areal in einen lebendigen „Ort“ verwandeln. Solcherart wird ein öffentlicher Platz formuliert, den es zu nutzen gilt. Im Rahmen der räumlichen Struktur werden Bereiche der Gastronomie, als auch der Erholung und des Einkaufens im kleinen Rahmen vertikal und horizontal aneinander gelagert und gestapelt, sodass die gewünschte Vielfalt im Rahmen der Benutzung erzielt wird. Die dreidimensional bespielbare Wand selbst wird zum wiedererkennbaren Markenzeichen des Areales und stiftet die in diesem Projekt angestrebte Identität.

Projektfoto Projektfoto Projektfoto Projektfoto Projektfoto
Projektfoto Platzhalter Platzhalter Platzhalter Platzhalter

zum Seitenanfang

 
Stefan Moosmann
HSS – Human, Scale, Space

Der gegenständliche Entwurf setzt sich auf strategische Art und Weise mit dem Konflikt zwischen der Dimension des Areales und jenem des „menschlichen Maßstabes“ auseinander. Durch die Schaffung eines übergeordneten verbindenden Wegenetzes und einzelner daran angegliederter „Stationen“, „Plätze“ und raumbildender Elemente, die sich einer wiederkehrenden Materialsprache verschreiben, wird der Versuch angestrebt, ein überspannendes „Gesamtes“ zu kreieren. Der dabei vollzogene Prozess des „Aufräumens“ verfolgt neben dem ästhetischen Ansatz auch eine Erleichterung hinsichtlich der Orientierung und die Bereitstellung eines Leitsystems. Gleichsam nebenbei verwandelt sich der bearbeitete Raum in eine Landmarke.

Projektfoto Projektfoto Projektfoto Projektfoto Projektfoto
Projektfoto Projektfoto Projektfoto Projektfoto Platzhalter

zum Seitenanfang

 
Victoria Patzl
Green-in-between

Gegenständliches Projekt versteht sich als ausschließlich grünes Freiraumkonzept für das vorliegende Areal. Eine „paradiesisch“ anmutende Gartenwelt mit Sitzbuchten, Schattenzonen und Vegetationsinseln durchzieht die Anlagenfläche und gestattet in ihren Zwischenzonen die notwendige Durch- und Zufahrt zu den einzelnen Gebäuden. Unter Berücksichtigung der vorliegenden Topografie und des Baumbestandes wird solcherart eine organisch und dynamisch anmutende Landschaft entwickelt, die dem Nutzer die Möglichkeit des Ankommens, Kommunizierens und Entspannens offeriert. In den Abendstunden sorgt eine die Dynamik der Gestaltung unterstreichende Beleuchtung für Aufenthaltsqualität und Identifikation.

Projektfoto Projektfoto Projektfoto Projektfoto Projektfoto
Projektfoto Platzhalter Platzhalter Platzhalter Platzhalter

zum Seitenanfang

 
Manuel Prögelhof
Workout TU Wien

Vorliegender Entwurf geht von der Idee aus, diverse im Laufe von Experimenten anfallenden Probekörper im Rahmen von Workoutzonen einer neuerlichen Nutzung zuzuführen und somit auch eine erhöhte Form von Identifikation zu generieren. Jeweils an den Rändern der Arealerschließung finden sich solche Workoutzonen der anderen Art ein. Im zentralen Erschließungsbereich wurde hingegen eine Grünzone angesiedelt, welche durch eingeschnittene Wegeverbindungen eine bewusste Zonierung erfährt. Auch im Rahmen dieser Gestaltungsmaßnahme wird die Aktivität, im speziellen jene des „Zerschneidens“ in eine gestalterische Maßnahme verwandelt und verleiht dem Areal ein weiteres Mal eine ganz eigene Erscheinungsform.

Projektfoto Projektfoto Projektfoto Projektfoto Projektfoto
Projektfoto Platzhalter Platzhalter Platzhalter Platzhalter

zum Seitenanfang

 
Maximilian Reichard
5 mal 5

Im Rahmen dieses Entwurfes wird die Entwicklung eines temporären und erweiterbaren Multifunktionsensembles ausgearbeitet. Als wesentlicher Bestandteil der kleinen Gebäudeanlage dient der sogenannte Infopoint, welcher nicht nur bei Veranstaltungen rund um das Areal als Anlaufpunkt bereit stehen soll, sondern darüber hinaus auch als Lagerfläche für die Außenraummöbel (Sonnenliegen etc.) dienlich wird. Die einzelnen Pavillons des kleinen Bauensembles werden aufgrund ihres temporären Verwendungszwecks in Skelettbauweise konzipiert. Die angedachte Verkleidung mit Kunststoffstegplatten verstärkt diesen Gedanken und soll der baulichen Struktur sowohl bei Tag als auch bei Nacht ein „leichtgewichtiges“ und durchlichtetes Erscheinungsbild verleihen.

Projektfoto Projektfoto Projektfoto Projektfoto Projektfoto
Projektfoto Projektfoto Projektfoto Platzhalter Platzhalter

zum Seitenanfang

 
Alexander Sturmberger
Möbelfibel::TU-Wien

Vorliegender Entwurf folgt dem Gedanken der Schaffung von Identität im Außenraum vermittels eines einheitlichen Designs. Das Projekt greift dabei das im Zuge der Erweiterung am Getreidemarkt eingesetzte Außenraumkonzept hinsichtlich der Möblierung auf und verwendet es als Grundlage für das gestalterische Konzept auf ggst. Areal. Der primäre Fokus des Projektes liegt damit auf der weiterführenden Implementierung des vorhandenen Außenraummöblierungssystems und des Leitsystems, um die Orientierung innerhalb des Arsenalgebiets deutlich zu erleichtern. In weiterer Folge werden diese Einzelelemente dann im vorgefundenen Außenraum in Szene gesetzt und als einheitliches, neues Gesicht der TU Wien vorgestellt. Ziel ist es, dem Außenraum der TU Wien ein einheitliches Gesicht, auch für künftige Areale zu verleihen, um schon bei Betreten des jeweiligen Ortes, zweifelsfrei die Zugehörigkeit zur „Institution“ TU sicherstellen zu können.

Projektfoto Projektfoto Projektfoto Projektfoto Projektfoto
Projektfoto Projektfoto Projektfoto Projektfoto Platzhalter

zum Seitenanfang

   Beratung: Dr. Wolf-Michael Tschuppik, Kontakt: www.rohtangarchitects.com
   Webdesign: multivitamedia Markus Piribauer, Kontakt: www.multivitamedia.com