ao.Univ.-Prof.Dr. Bob Martens - Entwerfen WS 11/12

ressel.rest.room

Visionen für eine Sanitäranlage im Herzen der Stadt

 

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Ausgewählte Projekte:

> Ottokar Benesch
> Roman Egger
> Kerem Karatoprak
> Michael Köstler
> Anica Krupnicki
> Delia Mark
> Mirjam Messner
> Evelin Riegler
> Gloria Elena Rodas Vargas
> Marie-Christine Stelzhammer
> Georg Stemmer
> Robert Stradner
> Johann Szebeni
> Theodor Tersch
> Cornelia Unger
> Matthias Wohlgenannt

The Resselpark covers a large part of Karlsplatz square. As it is increasingly used for public events (Christmas market, open-air cinema, music performances, etc.), there is an increasing need for a well-managed public restroom. Even if this may look like a very simple design task at first glance, it requires a precise site analysis, including any existing (technical) infrastructure. The design of the facility is a challenge, since it needs to meet functional requirements and should not clash with the surrounding buildings. The following questions may arise in the process: how does one approach the design of public restroom facilities in the historic centre of a metropolis? What are the modern-day design needs for such a facility? What added value might be generated? What is the role of architecture between the poles of hygiene, functionality and design?


AUFGABE

Große Teile des Karlsplatzes werden vom Resselpark belegt. Die stetig wachsende Nutzung dieses urbanen Raumes für Veranstaltungen (Adventmarkt, Kino unter Sternen, Popfest, etc.) macht es notwendig, über die Errichtung einer betreuten öffentlichen Sanitäranlage nachzudenken. Auch wenn eine solche Aufgabenstellung auf den ersten Blick denkbar einfach erscheint, verlangt sie doch zunächst nach einer präzisen Standortanalyse unter Einbindung der vorhandenen (technischen) Infrastruktur. In weiterer Folge ist die Gestaltung unter Berücksichtigung funktioneller Anforderungen in Wechselwirkung mit dem vorhandenen Gebäudeensemble als durchaus fordernd anzusehen. Fragen, die sich dabei stellen, könnten wie folgt lauten: Wie präsentiert sich eine öffentliche Sanitäranlage im Herzen einer historisch gewachsenen Metropole? Welcher Anspruch an Gestaltung wird einer solchen Anlage in heutiger Zeit entgegengebracht? Welche Mehrwerte ließen sich kreieren? Wie behauptet sich die Architektur im Spannungsfeld von Hygiene, Funktionalität und Gestaltung?


Zusammenfassung

Betrachtet man die vorgestellten Ergebnisse, so kommt man nicht umhin, anzuerkennen, dass das Thema der öffentlichen Sanitäranlage im urbanen Raum keinesfalls als ausgeschöpft zu betrachten ist. Die Vielzahl und Bandbreite an Ideen macht uns deutlich, dass einer solchen Anlage durchwegs auch unterschiedliche Raumcharaktere zugedacht und selbst vermeintlich technische Gegebenheiten gänzlich neu gedacht werden können. Es scheint demnach offensichtlich, dass es an der Zeit ist, die bis dato schmählich behandelte öffentliche Toilette künftig deutlicher ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und selbiger auch hinsichtlich ihrer Umsetzung Neues und Innovatives abzuringen.

Die gegenständliche Sanitäranlage, welche mit dem Arbeitstitel Ressel.Restroom versehen wurde, findet sich im überaus spezifischen Spannungsfeld von Urbanität und Parklandschaft ein. Einerseits ist sie im Zusammenhang mit der unmittelbar benachbart liegenden Karlskirche und andererseits im Kontext der elliptischen Figurationen des Resselparks zu sehen.

Da scheint es nicht weiter verwunderlich, dass der Entwerfende sich von Mal zu Mal mehr dem urbanen Kontext verpflichtet fühlt und dann wieder ganz im Einfluss des artifiziellen Naturraums zu stehen scheint. Doch wie auch immer der Fokus ausgerichtet wird, stets gilt es dem sensiblen Ort mit dem notwendigen Maß an Respekt entgegen zu treten. Die entwerferische Reibungsstelle muss also zwangsläufig irgendwo zwischen der Selbstbehauptung der Idee und der Zurücknahme vor dem umgebenen Umfeld zu liegen kommen.

Die konkret entstandenen Entwürfe legen Zeugnis von dieser Spannung ab. Sie tauchen zum Teil in den Untergrund ab und entziehen sich damit zumindest partiell der Auseinandersetzung mit der umgebenden Architektur. Andererseits aber ringen diese Entwürfe dem Untergrund mitunter einen Bereich ab, der für den Besucher auch schon mal überraschende Raumerlebnisse bereithält. Weitere Entwürfe wiederum richten ihr Augenmerk vorrangig auf die umgebenden städtischen Fluchten und Sichtbezüge. Hierbei wird aus dem urbanen Kontext ein Netzwerk aus Bezügen generiert, welche das einzelne Bauwerk zu formen vermögen. Dem gegenüber finden sich Ansätze, welche sich ganz und gar der Weiterentwicklung der Toilette im Allgemeinen verschrieben zu haben scheinen. Hierbei werden gänzlich neue Wege beschrieben, die nicht zuletzt auch eine Vielzahl an Fragen rund um die öffentliche Sanitäranlage aufwerfen. Fragen, die sich dann auch schon mal in der baulichen Struktur abzeichnen. Zu guter Letzt aber finden sich auch Entwürfe, die durchwegs kontemplativen Charakter aufweisen und damit die gestellte Aufgabe bewusst als Ort der Ruhe und Intimität im urbanen Bewegungsstrudel interpretieren.

 

Ottokar Benesch
H2O - The Watercube

Der H2O Watercube wurde als Sanitäranlage konzipiert, welche unterhalb des kleinen Teiches in Front der Karlskirche 10 WC-Zellen sowie 8 Urinale und eine behindertengerechte Toilette beherbergt. Charakteristisch hinsichtlich der spezifischen Konfiguration ist dabei das glasgedeckte Dach, welches von einzelnen zylindrischen Sanitärsäulen unterhalb getragen wird und der Decke hinsichtlich ihrer formalen Ausprägung Gestalt verleiht. Die vertikale Erschließung des Raumes sub terra erfolgt über eine Stufenanlage bzw. einen Aufzug. Die angestrebte Atmosphäre welche von den weitgehend gläsernen Elementen und dem sie umströmenden Wasser gebildet wird, zielt auf eine entspannte, jedoch technisch dominierte Atmosphäre ab, welcher die gewählten Materialien Edelstahl, Glas und Sichtbeton zur Seite gestellt werden.

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Roman Egger
Green Häusl

Der Entwurf greift das Thema der schwindenden Phosphor-Vorkommen auf und zeigt mit seinen weitgehend autonomen WC-Einheiten, welche den gesammelten Urin zu Dünger verwandeln, einen denkbar neuartigen Lösungsweg auf. Über einem Sockel, in welchem der verdünnte Urin gelagert wird, erhebt sich eine Konstruktion aus 15 mm starken selbst tragenden COR-TEN Stahl Platten, welche das Kernsanitärelement, sein Dach und den zentralen Regenwasserspeicher bilden. Weitere Konstellationen bilden die Zugangsbereiche, vorgelagerte Sitzbänke und Intimität gewährende Paravents heraus. Die im Laufe der Jahre durch die Benutzung der WC-Anlage und durch die Bewitterung entstehende Patina, wird dabei zum tragenden gestalterischen Ansatz.

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Kerem Karatoprak
Kreuzwege

Das Projekt "Kreuzwege" geht vom Grundgedanken aus, an einer im Stadtraum wesentlichen Schnittstelle, die Bereiche des Außenraumes, wie auch jene des Daches der künftigen Sanitäreinheit aktiv in den Entwurf miteinzubeziehen. Als Ergebnis einer gestalterischen Wegeüberlegung wurde durch eine teilweise Absenkung des Gebäudes eine Freitreppe und eine begeh- und bespielbare Dachzone generiert, welche dem Besucher nicht zu Letzt gezielte Ausblicke auf den Park und die angrenzende Karlskirche gewährt. Um im Rahmen hochfrequenter Veranstaltungen den möglichen Stau von Besuchern zu vermeiden, wurden Ein- und Ausgang gezielt voneinander getrennt und im Bereich des Ausganges überdies eine Touch-Screenzone angedacht, welche es ermöglicht, diverse Informationen über die Stadt und angrenzende Denkmäler abzurufen.

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Michael Köstler
The Invisible Toilet

Gegenständliches Projekt beruft sich auf den Grundgedanken eine Sanitäranlage zu entwickeln, welche weder den Blick auf die Karlskirche noch den Resselpark verstellt. Um die bauliche Struktur folglich denkbar "durchsichtig" zu gestalten, gelangt größtenteils Glas für die Konstruktion zum Einsatz. Um dabei dennoch ein notwendiges Maß an Intimität sicherstellen zu können, wurden die einzelnen Aborte in Modulen untergebracht, welche mit Verschließen der Türen gleichsam blickdicht werden. Das Projekt verzichtet dabei bewusst auf den Einsatz konventioneller Sitzschalen, und greift den Gedanken eines neuzeitlich adaptierten beheizten und vorgereinigten "Donnerbalkens" auf. Zwischen den Sanitärmodulen wurden darüber hinaus Sitzmöglichkeiten für wartende Besucher eingerichtet.

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Anica Krupnicki
San.Art

Gegenständliches Projekt greift die städtebaulichen Bezüge des Ortes auf und zielt zum einen darauf ab, durch den geschaffenen Baukörper einerseits den Rhythmus der Besucher und Passanten zu verlangsamen und andererseits einen besonnten Sitzplatz im urbanen Kontext zu generieren. Durch die geschossweise Aufteilung für Damen und Herren wird ein optimiertes Sicherheitsgefühl anvisiert. Die bewusst großzügig gehaltene Öffnung in Richtung des Resselplatzes ruft dabei beim Betreten ein Gefühl der Großzügigkeit hervor, welches auch in den eigentlichen Sanitärbereichen nicht unterminiert wird und letztlich einen räumlichen Höhepunkt im zweigeschossigen Raum am hinteren Ende der Anlage erfährt. Dieser verbindende, durch ein Oberlicht in Szene gesetzte, Raum ist von beiden Ebenen aus erlebbar und ermöglicht eine von Zeit zu Zeit wechselnde künstlerische Licht- und Wasserinstallation.

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Delia Mark
locoINN

Das Projekt "LocoINN" versteht sich als Erweiterung des Platzraumes und bietet ein auf mehrere Ebenen aufgegliedertes Raumerlebnis im Spannungsfeld von Sanitäranlage, Bar/Deli, sowie einem Dach, welches als Aussichtsplattform oder Sitztribüne zum Einsatz gelangt. Das Projekt folgt dabei dem Grundsatz, den vielschichtigen Kontext des Platzes aufzunehmen und innerhalb der baulichen Struktur weiterzuführen. Durch einen integrierten Lichthof wird ein unmittelbarer Bezug zum Außenraum geschaffen. Gewollte Ein- und Ausblicke vermitteln auf selbstverständliche Art ein Gefühl der Sicherheit.

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Mirjam Messner
WATER.loo

Das Projekt WATER.loo wurde an einer von allen Seiten rasch erreichbaren Stelle im Resselpark positioniert, präsentiert sich jedoch als eine erst auf den zweiten Blick wahrnehmbare Baulichkeit, da die Kubatur zur Gänze unter Niveau angesiedelt wurde. Lediglich ein Lichthof und die von oben einsehbaren Aquarien weisen neben den beiden Zutrittsbereichen auf die Sanitärzone hin. Da die Sanitäranlage nicht allein utilitären Charakter aufweist, sondern seitens der Autorin überdies ein Erlebnis vermitteln sollte, findet ein Spiel aus Aquarien, Licht und Wasser Eingang in die Welt unter Tage. So findet sich der Besucher nun in einer Welt wieder, welche durch ein zitronengelbes Interieur und die stete Präsenz von Fischen in ihren Aquarien geprägt ist.

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Evelin Riegler
water (re)cycle

Auf halber Strecke zwischen U-Bahnstation und Karlskirche positioniert, präsentiert sich gegenständliches Projekt in Form eines ovalen ringförmigen Baukörpers, welcher sich ganz dem Thema des Wasserge- und verbauchs widmet. Solcherart verwandelt sich eine öffentliche Sanitäranlage an der spezifischen Stelle in einen Ort der Wissensvermittlung über die wesentlichen Zusammenhänge rund um den Gebrauch des Wassers im Alltag. Vom Zentrum der Anlage, einem Wasserspeicher, ausgehend, speisen so genannten "Wasseradern" das notwendige Nass in das für die Besucher sichtbare Netzwerk aus Strängen und Spülkästen ein. Der Besucher findet sich solcherart im Mittelpunkt einer Maschine wieder, welche ihm den Kreislauf des Wassers bewusst näher bringt.

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Gloria Elena Rodas Vargas
E(KLO)pse

Gegenständliches Projekt greift die Grundfiguration des Resselparks, das Gefüge aus einzelnen Ellipsen, auf und verwandelt es in eine dreidimensional erlebbare bauliche Struktur, welche im Kreuzungsbereich U-Bahn, Karlskirche und Universität angesiedelt wurde. Baukörper mit unterschiedlichen Gebäudehöhen, wie auch unterschiedlich farbigen Glashäuten umspielen dabei einen zentralen Innenhof, welcher für Licht unter Tage sorgt. Der Erschließungsturm und zwei voneinander abgetrennte Waschbereiche für Damen und Herren weisen den Passanten bereits über Niveau auf die WC-Anlage hin und bespielen den Parkraum bewusst mit einer Farb- und Lichtinszenierung.

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Marie-Christine Stelzhammer
Allein unter vielen

Gegenständliches Projekt kreiert ein Gefüge aus Einzelräumen mit denkbar hoher Intimität. Eine Gruppe massiv anmutender Stampflehmtürme erweist sich dabei als Ansammlung einzelner WC-Kabinen im Sinne kontemplativer Zellen. Rückzugsorte, an denen man seine Gedanken kreisen lassen kann. Die konzipierten Toilettentürme gruppieren sich um einen zentralen Platz, auf welchem ein Waschbrunnen situiert wurde. Da das Plätschern auch in der Umgebung wahrgenommen werden kann, erweist sich das Ensemble zugleich als meditative Klanginstallation. Die Zugänge befinden sich an den straßenseitigen Ecken, von wo aus die Bepflasterung in Richtung des Brunnens führt. Von hier führen einzelne Pfade zu den jeweiligen WC-Türmen, um jeweils nur einer Person den Zutritt zu ermöglichen.

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Georg Stemmer
Stille Orte

Der gegenständliche Lösungsansatz verwandelt eine in sich geschlossene Grünzone in eine durchlässige grüne "Insel" innerhalb des Stadtraums und kreiert ein Wegesystem, an dessen Rändern einzelne Sanitäreinheiten angesiedelt werden sollen. Das Projekt setzt dabei auf einen hohen Grad an Vorfertigung und versucht auf diese Weise, die Kosten und die Beeinträchtigung während der Bauzeit zu reduzieren. Das Bepflanzungskonzept sorgt letztlich für die notwendige Privatsphäre, ohne dabei den Eindruck von Eingesperrtheit zu hinterlassen. Es entsteht eine spielerische Anordnung einzelner Elemente, welche bewusst nicht in Konkurrenz zu den umliegenden Bauwerken tritt.

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Robert Stradner
Genius Lokus

Das gegenständliche Projekt tritt den Versuch an, beinahe unsichtbar zu bleiben und setzt daher auf eine überschaubare Zahl an in den Untergrund versenkbaren Sanitäreinheiten. Je nach Bedarf und Anlass werden mehr oder weniger Einheiten zugänglich gemacht und präsentieren sich aufgrund ihres eigenständigen Erscheinungsbildes als fremdartig anmutender urbaner Mikro-"Organismus". Im geschlossenen Zustand verbleiben die begehbaren Bereiche der Anlage als Stadtmöbellandschaft, welche es aktiv zu benutzen gilt. Sei es zum Verweilen, Kommunizieren oder auch zum Spielen.

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Johann Szebeni
Sightshitting

Das Projekt "Sightshitting" zieht auf humorvolle Weise Nutzen aus seiner gewählten Position in Front der Karlskirche. Gezielte Blicke auf das historische Bauwerk verwandeln sich solcherart zum besonderen Erlebnis im Zusammenhang mit einer Sanitärzone der anderen Art. Zugleich jedoch, wird das Bauwerk weitgehend im Untergrund versenkt und trachtet gezielt danach, den historischen Kontext so wenig als möglich zu beeinträchtigen. Die gewählte organische Formensprache verleiht der Anlage dabei zeitgenössischen Charakter und fügt sich nahtlos in die bestehende Gartenarchitektur. Der bestehende Baumbestand bleibt als konsequente Weiterführung des Konzeptes unangetastet.

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Theodor Tersch
reflect-through

Gegenständliches Projekt tritt bewusst in Kontrast zur bestehenden Freiraumgestaltung aus einer Vielzahl an Ellipsen und setzt vielmehr auf einen kristallinen Baukörper, welcher dem Untergrund entwachsen zu sein scheint. Verspiegelte Glaselemente reflektieren den historischen Kontext und lassen ihn gleichzeitig in Fragmente zerfallen. Der Innenraum der Anlage hingegen, wird beherrscht vom allgegenwärtigen Ausblick auf die Karlskirche und den Platz davor. Dem Ort wird auf diese Weise bewusst gehuldigt. Die im Vorfeld der Anlage situierten Sitzbereiche scheinen dies nur noch zu unterstreichen.

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Cornelia Unger
WC Allee

Das Projekt "WC Allee" geht den Versuch ein, das bepflanzte Plateau beinahe unbeeinträchtigt zu lassen und die Sanitärbereiche gleichsam als offenen Wandelgang im Vorfeld des Plateaus zu gestalten. Die Sanitäreinheiten selbst verwandeln sich in diesem Zusammenhang zu abstrakten Baumstämmen, welche einem Wald aus vertikalen Holzlamellen zu entwachsen scheinen. Ein gläsernes Dach erlaubt es, die bestehende Baumkulisse auch im Inneren des Gebäudes zu erleben. Licht und Schatten bespielen damit gleichsam zwangsläufig die offene Struktur, deren Gestaltung bewusst danach trachtet, sich fließend in die Parkumgebung zu integrieren.

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Matthias Wohlgenannt
W©ing

Gegenständliches Projekt erweist sich als Verbindung aus Sanitäranlange und Brückensteg im Vorfeld der Karlskirche. Um die historischen Sichtbeziehungen nicht weiter zu beeinträchtigen, spannt sich die geplante Baulichkeit denkbar flach über den Teich und generiert im Seitenbereich des selbigen eine Versenkung, von welcher aus die Sanitäranlagen betreten werden. Die beiden Funktionen verbinden sich zu einer Gesamtstruktur, die sich einem Flügel gleich über den Teich legt und den Platzbesuchern obendrein eine Sitztribüne zum Verweilen offeriert.

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   Beratung: Dr. Wolf-Michael Tschuppik, Kontakt: www.rohtangarchitects.com
   Aufnahmen: Markus Ziegelwanger, Kontakt: photographer@blax.at
   Webdesign: multivitamedia Markus Piribauer, Kontakt: www.multivitamedia.com