Entwerfen WS 02/03

ZOO@snack-and-more

AUFGABE

Das Programm konzentriert sich auf die gestalterische und funktionelle Aufwertung bestehender Imbiss-, Eis- und Verkaufsstände, welche sich in den letzten Jahren vermehrt innerhalb des Tiergartens Schönbrunn angesiedelt haben. Da es sich im Falle des Wiener Zoos um ein wertvolles historisches Bauensemble handelt, und die Schönbrunner Schlossanlage darüber hinaus als Teil des Weltkulturerbes betrachtet wird, sollte zweifellos auch hinsichtlich der “kleinsten” Bauaufgaben innerhalb der Anlage ein verschärftes Augenmerk auf die Gestaltung solcher Baulichkeiten gerichtet werden. Das Entwurfsprogramm fordert darum nicht alleine eine “Dekoration” der bestehenden Objekte ein, sondern eine zeitgemäße Interpretation zeitgenössischer Konsumkultur innerhalb des spezifischen Umfeldes. Ein besonderer Reiz innerhalb der Aufgabenstellung ergibt sich darüber hinaus aus dem Umstand der Vielzähligkeit von derlei Einrichtungen. Die Frage nach Grundtypus und Abwandlung dient insofern als weiterführender Gestaltungsansatz.

LEISTUNGSUMFANG

Eine präzise Betrachtung vor Ort stellt den Ausgangspunkt der Übung dar, welche als Grundlage für die zu erarbeitenden Konzepte dient. Die Ausarbeitung der Entwurfsvorschläge ist in weiterer Folge im Maßstabsbereich 1:20 anzusiedeln. Raumgestalterische Belange (Details, Bemusterungen, etc.) sind ebenso in diesem Maßstab darzustellen. Die 4-stündige Übung bezieht sich auf die Entwicklung einer einzigen Standsituation, wohingegen die 8-stündige Übung auch eine Auseinandersetzung mit dem Zusammenhang verschiedener Standlösungen einfordert.

RESUMEE

Die entwickelten Vorschläge führen vor allem eines vor Augen. Eine scheinbar endlose Vielfalt, welche man dem Thema Verkaufsstand respektive Imbißbude wohl kaum zugedacht hätte. Eine Vielzahl der Einheiten ist auch in ihrer schlußendlichen Ausprägung an den Ort des Tierparks Schönbrunn gekoppelt und entwickelt aus dieser Lagefixierung seinen durchwegs spezifischen Reiz. Kaum eines der Projekte verzichtet dabei auf das gewisse „Mehr“, welches den Stand entweder mit einer Zusatzfunktion oder aber zumindest mit erweiterten Möglichkeiten versieht. Auf diese Weise generieren die einzelnen Einheiten ihren Mehrwertfaktor. Sie mutieren damit zu kleinräumigen Attraktoren, die mit unterschiedlichsten Bewegungsmechanismen zu punkten wissen, mit ihrer Oberfläche Interesse erwecken oder aber einfach das Erlebnis „Zoo“ entsprechend zu unterstreichen wissen.