ao.Univ.-Prof.Dr. Bob Martens - Entwerfen SS 06

Wiener Dschungel [Viennese Jungle]

 

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Ausgewählte Projekte:

> Gerald Wolf
> Georgi Buyukliev
> Marianne Eibensteiner
> Franziska Müller
> Alfred Pfaffenbichler
> Eva Maria Schmall
> Thomas Steinlechner
> Julia Weiler

Geographically speaking, the parkland area in Vienna's 14th District that bears the name of Dehnepark is part of the wide expanse of the Wienerwald (Vienna Woods). The park offers visitors a "dreamy" landscape for short or longer walks. On an area of about 5 hectares one finds a hilly landscape, generally gently sloping with some steeper inclines, woody parts with clearings, a hamlet, orchards, and a ruin, the so-called Ruinenvilla, which is no longer accessible today and is to be made the focus of the redesign exercise. The objective was to investigate possible future scenarios for the park and the remaining buildings which, albeit used by visitors, presents itself in a somewhat neglected and unkempt state and does not at all find the appreciation the significance of this property would merit. The proposals and visions developed should lead to a revival of or novel take on the area.


AUFGABE

Das als "Dehnepark" titulierte Anwesen im 14. Wiener Gemeindebezirk ist geografisch betrachtet als Bestandteil des weitläufigen Wienerwaldes zu verstehen, welches seinen Besuchern eine "verträumte" Landschaft offeriert, die zum Spazieren und Wandern einlädt. Solcherart ist das Gelände als kleinräumiges städtisches Naherholungsgebiet ersten Ranges zu betrachten. Auf rund fünf Hektar erstreckt sich eine mal sanftere und auch wieder steilere Hügellandschaft mitsamt Waldlichtungen einem Weiler, Wiesen, Obstbäumen und einer heute nicht mehr zugänglichen Ruine, der so genannten "Ruinenvilla", welche gleichsam zum Fokus einer gestalterischen Neubetrachtung wurde. Die Zielsetzung sah vor, den heute zwar frequentierten, jedoch weitgehend verwilderten und keinesfalls in seiner Bedeutung entsprechend gewürdigten Park mitsamt den darin noch erhaltenen Einbauten einer Untersuchung hinsichtlich möglicher Zukunftsszenarios zu unterziehen und in weiterer Folge Vorschläge und Visionen zu erarbeiten, welche zur Wiederbelebung resp. Neuerfahrung des Geländes führen könnten.


LEISTUNGSUMFANG

Gefordert ist die Erarbeitung eines Konzeptes für die gegenständliche Problemstellung. In weiterer Folge ist die Umsetzung des Entwurfes im Maßstab 1:100 (Plandarstellung, Modellbau) zu erbringen. Darüberhinaus sind charakteristische Bereiche im Maßstab 1:20 darzustellen.

RESÜMEE

Die vorgestellten Projekte führen damit deutlich vor Augen welche Bandbreite an Maßnahmen in einer "verwilderten" Parklandschaft wie jener des Dehneparks denkbar wird. Von verhältnismäßig kleinmaßstäblichen Interventionen im Bereich des Erschließungsweges, bis hin zu weitgehend in die Erde gegrabenen Kubaturen, und oberhalb der Landschaft thronenden baulichen Strukturen scheint zunächst vieles denkbar. In jedem Falle aber wird der Versuch eingegangen, die Landschaft um eine Struktur zu ergänzen, welche auch den vorgefundenen Park in einem veränderten Licht erscheinen läßt. Solcherart fungieren die angedachten baulichen Interventionen nicht zu letzt als Generatoren, welche den bestehenden Park mit neuem Leben in jedem Falle aber mit neuer Intensität zu versorgen gedenken. Die grundlegende Haltung mit welcher dabei an den Bestand herangetreten wird, erweist sich ein weiteres mal als durchwegs unterschiedlich. So beziehen einige der Projekte die historische Struktur der Ruine bewusst in ihr Konzept mit ein. Andere wiederum lassen das Bauwerk lediglich als pittoresken Hintergrund bestehen. Jedoch auch die radikalste aller Verfahrensweisen wird angedacht. Das Neue Projekt, welches die alte bestehende Struktur zur Gänze ersetzt.
Stets jedoch gilt es, den Park mit einer neuen Aufgabe, resp. mit einem neuen Schwerpunkt zu versehen, ihn gleichsam mit der baulichen Intervention einem Thema zu unterwerfen. Welches davon am schlüssigsten mit den Bedürfnissen der Anwohner zur Deckung zu bringen sein mag, gilt es weiterfolgend zu diskutieren.

In der Hoffnung eine lebendige und offene Diskussion rund um den Park und die darin angesiedelte "Ruinenvilla" lostreten zu können soll das Projekt "Dehnepark" dazu beizutragen, dem einstmals vom Reich der Phantasie beflügelten Naturraum in Wien Penzing eine ähnlich beschaffene Zukunft sichern zu können.

 

Gerald Wolf
Dehneon ein Versammlungs- und Konzertraum an Stelle der Ruinenvilla

Als Englischer Garten mitten im Wienerwald angelegt, präsentierte sich der Dehnepark bereits vor 200 Jahren als künstlich gestalteter Ort mit zahllosen Pavillons, Brunnen und Tempeln. Das "Dehneon" versteht sich als kulturelle Reminiszenz an die Geschichte des Dehneparks und greift nicht zuletzt die Idee der ehemals abgehaltenen Schubertiaden wieder auf. Es knüpft an die kulturelle Vergangenheit des Parks an und offeriert in neuem Gewande Platz für Veranstaltungen, Ausstellungen, Film und Musik. _Die gestalt prägende weiße Hülle soll dabei im Sinne einer Projektionsfläche verstanden werden und es erlauben die Gebäudehaut bei Bedarf lichttechnisch entsprechend in Szene zu setzen.

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Georgi Buyukliev
Art_os eine Begegnungsplattform für Künstler und Publikum

Das Konzept Art_os (ART Open Source) setzt sich zum Ziel, Räumlichkeiten zu kreieren, deren primäre Aufgabe es ist, jungen Künstlern als auch deren Publikum eine räumlich erfahrbare Begegnungsplattform zu offerieren. Unmittelbar am Haupterschließungsweg des Dehneparks gelegen, lädt Art_os den Parkbesucher auf einen kunstbezogenen Zwischenstop ein. Die bestehende Ruinenvilla bleibt bestehen und bildet gleichsam einen pittoresken Hintergrund für die anvisierten Aktivitäten heraus. Im Rahmen der beiden projektierten Gebäude (Ausstellungsraum und Bühne) sollen sowohl Werke dargestellt und präsentiert, als auch weiterführende Performance-aktivitäten ermöglicht werden. Die hierzu bereitgestellten Pavillonähnlichen Gebilde mit ihrer Haut aus durchscheinendem Kunststoff erscheinen dem Ansatz der Künstlichkeit folgend, fremdartig in Relation zur vorgefundenen idyllischen Naturlandschaft und heben sich bewußt von ihr ab.

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Marianne Eibensteiner
Mehr_PARK ein multifunktionaler Treffpunkt im Park

Das vorgeschlagene Bauwerk bestehend aus einem multifunktional nutzbaren Saal, einem Cafe und angegliederten Sekundärbereichen wird an Stelle des vorhandenen Ruinenvillenkomplexes in die Naturlandschaft integriert. Im wesentlichen gilt das Augenmerk dabei der Verbindung aus vorgefundenem Gelände und der nutz- und erlebbaren Gebäudekubatur in und über dem selben. Die dabei entstehende Dachlandschaft erweist sich darum zielgerichtet als Kreuzungstelle diverser Wege und Blickwinkel, welche als künftiger Treffpunkt innerhalb des Dehneparkes verstanden werden könnte.

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Franziska Müller
Gartenband ein erlebnisorientierter Steg durch den Park

Das Projekt trachtet danach, dem Parkbesucher die vorhandenen naturräumlichen Qualitäten des Parkes an Hand eines hölzerenen Steges gezielt vor Augen zu führen._ Hierzu wird ein künstlicher Pfad geschaffen, welcher in Form eines Bandes den Landschaftsraum durchzieht. Solcherart wird der Besucher vom Boden distanziert durch den Park geleitet. Gleichsam als Fokus widmet sich in etwa auf Höhe der Ruinenvilla ein Pavillon der Geschichte des Parks und offeriert darüber hinaus eine Reihe an Erholungseinrichtungen. Darüber hinaus sollen die Räumlichkeiten bei Bedarf im Sinne von Schul- oder Theateraufführungen genutzt werden und den Park erneut mit kulturellem Leben befüllen.

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Alfred Pfaffenbichler
Botanica ein Pflanzenhaus als Erweiterung der Ruinenvilla

Gleichsam als Kontrapunkt zum Obstgarten östlich der Ruine wird in der steileren westlich gelegenen Felsenwand ein Ausstellungshaus zur Präsentation genießbarer exotischer Pflanzen projektiert. Aus gestalterischen Gründen wird der Entwurf von intensiver Farbigkeit bestimmt. Speisen und Getränke werden auf der Freiterrasse vor der renovierten Ruinenvilla bzw. innerhalb des zu neuem Leben erweckten Wintergartens angeboten. Es ist dies zugleich die Mündungsstelle einer gestalteten “Promenade³ durch den vorgefundenen englischen Landschaftsgarten, das projektierte Glashaus und den Untergrund der bestehenden Baulichkeit. Solcherart verwandelt sich die vorgefundenen Ruinenvilla zum Ausgangspunkt einer gärtnerischen Betrachtung des gesamten Geländes.

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Eva Maria Schmall
GREEN P(ART) eine Abfolge subterraner Künstlerräumlichkeiten

Das Entwurfskonzept folgt dem Gedanken einer partiellen Umnutzung des Dehneparks zu Kunstproduktions- und Präsentationszwecken während der Sommermonate. Durch die Errichtung einer permanent geschaffenen Infrastruktur im Sinne eines Künstlerparks bestückt mit erdüberdeckten (subterranen) Atelierhäusern stellt GREEN P(ART) den Versuch einer Art offenen Künstlerkolonie dar. Der Park nimmt demzufolge nicht bloß plastische Bildwerke auf, sondern auch deren Kreateure und lädt zu gelebter Kommunikation zwischen Künstler und Publikum ein.

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Thomas Steinlechner
Sporttempel ein Zentrum für diverse Kampfsportarten

Der Entwurf verfolgt den Gedanken einer baulichen Einrichtung zum Zwecke diverser Kampfsportarten. Die notwendige Kubatur verteilt sich dabei auf mehrere Baukörper, die sich ihrerseits über einer stufenförmigen Plattform erheben. Gleichsam als Hauptraum artikuliert, dominiert der sogenannte “Dojo³ die Blickperspektive der Hauptfront. Daran angelagert eine für die Allgemeinheit nutzbare Gastronomieeinrichtung. Die nötigen Sekundärbereiche als auch ein Konferenzraum wurden im Bereich des Sockelgeschoßes integriert. Die gewählten Materialien und die formale Ausprägung lassen die Baulichkeit letztlich als eine Art “Tempel³ innerhalb des Parkraumes erscheinen.

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Julia Weiler
Baumraum ein Erlebnis-Sommercamp für Kinder

Das Projekt folgt dem Gedanken eine Beherbergungsstätte zu entwickeln, deren Prämisse es ist dem Kind einen denkbar hohen Grad an Naturnähe zu gestatten. Die Zielstellung vor Augen, wird ein Feriencamp für Kinder entwickelt, welches sich gleichsam in den bestehenden Baumbestand einnistet. Im Zusammenspiel von Architektur und Natur führt ein Wegesystem entlang diverser Gruppenpavillons und hängender Baumzelte, welche den Aufenthalt in luftiger Höhe gestatten. Dem Grundgedanken folgend präsentiert sich die projektierte Architektur als ein von Baumstrukturen durchwachsenes Hütten- und Zeltlager. Durch den gezielten Einsatz von Schwerlastgurten und Stahlseilaufhängungen wird sowohl der Bewegungsspielraum der Bäume, als auch die anvisierte Offenheit der Anlage gewährleistet.

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                  Beratung: Dr. Wolf-Michael Tschuppik, Kontakt: www.rohtangarchitects.com
   Aufnahmen: Markus Ziegelwanger, Kontakt: photographer@blax.at
   Webdesign: multivitamedia Markus Piribauer, Kontakt: www.multivitamedia.at