ao.Univ.-Prof.Dr. Bob Martens - Entwerfen SS 05

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Ausgewählte Projekte:

> Marcel Amrhein
> Gerhard Brezina
> Manfred Eigner
> Marion Enne
> Theresa Graff
> Marion Horvath
> Florian Lontschar / Heinz Schmiedhofer
> Judith Reiterer
> Leonie Schreger
> Sebastian Schubert
> Jonathan Shaked
> Stefan Toifl

The visual presentation of a university at study and career fairs is gaining more importance every year. There is a feeling that the available equipment could do with some improvements. The currently used stand is non-specific and does not cater to the specificities of the University of Salzburg. How can one attract attention in a rather homogeneous array of information stands? Does the student advisor have to be the only eye-catching element?


AUFGABE

Die visuelle Präsentation einer Universität im Rahmen der Berufs- und Studieninformationsmesse gewinnt von Jahr zu Jahr an Bedeutung. Es besteht die Vorstellung, dass der vorhandene Ist-Zustand einer wesentlichen Verbesserung unterworfen werden kann. Der derzeitige Charakter des Messestandes ist austauschbar und nicht spezifisch auf die Universität Salzburg zugeschnitten. Wie soll und kann man in einer eher homogenen Standmasse Aufmerksamkeit erzielen? Muß der Berater allein als Eye-catcher herhalten?

Grundsätzlich muss festgehalten werden, dass die verfügbaren Budgetansätze sich in Grenzen halten. Dennoch sind relativ hohe Mietkosten abzudecken. Es stellt sich daher die Frage, ob eine Lösung im Eigentum der Universität sich nicht längerfristig betrachtet "rechnet". Nicht ausgeklammert aus dem Programm der "großen" Entwurfsübung ist die praktische Auseinandersetzung mit den vorhandenen Messebedingungen, wie z.B. dem Freihalten von Fluchtwegen, Schraubverboten, Feuerbeständigkeit, etc.

LEISTUNGSUMFANG

Gefordert ist einerseits eine vollumfängliche planliche Darstellung des Projektes und ein Teilmodell im Maßstab 1:20, welches Aufschluß über die raumgestalterischen Aspekte gibt. Die 4-stündige Entwurfsübung bezieht sich auf die Entwicklung einer Präsentationseinheit. Die 8-stündige Übung fordert darüber hinaus die Entwicklung eines Standes von bis zu 60 m2.

RESÜMEE

Den Einstieg in den Ideenfindungsprozess bildete eine Recherche bezüglich des Auftrittes und der generellen Präsentation der Universität Salzburg. Das Image, welches im Sinne einer Corporate Identity nach Außen getragen wird, sollte schließlich eine nachvollziehbare Übersetzung in die eine oder andere zu entwickelnde bauliche Struktur erfahren. Gleichzeitig muß es Zielsetzung bleiben eine denkbar große Vielfalt hinsichtlich der Projekte zu entwickeln. Ohne Zweifel, bleibt es insofern von Vorteil den Übersetzungsprozess im Sinne eines mehr oder minder freien Interpretationsvorganges zu betrachten, da nur solcherart die notwendige Offenheit hinsichtlich möglicher gestalterischer Ausprägungen gewährleistet bleibt.
Angesichts der letztlich erarbeiteten Entwürfe zeigt sich jedenfalls, welche Art von Zeichenhaftigkeit selbst ein verhältnismäßig kleinmaßstäbliches Gestaltungsobjekt, wie das eines Messeinformationsstandes, zu entwickeln im Stande ist. Die Vorschläge nehmen sich trotz gleich lautender Fragestellung stets einer individuellen Idee an und setzen diese in einem Spektrum einstufbar von handwerklich einfach bis technisch anspruchsvoll thematisch um. Im Zuge der Entwurfsentwicklung werden gängige Muster hinsichtlich des Verhaltens in und rund um den Messebetrieb hinterfragt und der Tätigkeit des Austausches von Information eine Reihe bis dato kaum in Erwägung gezogener Handlungsweisen entgegengestellt. Die Körperhaltung wie auch die räumliche Positionierung zwischen Berater und Besucher, bis hin zur Wahl der Ausstattungsmaterialien wird um eine Vielzahl an neuen Gestaltungsparametern erweitert. So scheinen Besprechungsflächen mitunter in einer Art Schwebegleichgewicht vor dem Betrachter in Position zu gehen, dann wiederum scheint sich die gesamte Standeinheit aus der Bodenfläche heraus zu entwickeln. Ebenso überraschend werden Informationen von abstrahierten Pflanzengebilden gepflückt, oder an raumbildenden Wänden abgelesen. Ganz gleich ob es sich um ein rotes Band oder eine dynamische Raumskulptur handelt, immer wieder erfährt das Sprechen, Beraten und Kommunizieren rund um oder entlang eines Objektes eine neue Bedeutungsebene und wird zum gestalterischen Akt. Darüber hinaus gehend wird mitunter auch schon mal der Aufbau des Objektes zum Ereignis stilisiert. Die projektierten Gestaltungen lassen den Betrachter in jedem Fall neugierig werden und evozieren eine Form von Offenheit derer es notwendigerweise bedarf, um Inhalte und Informationen erfolgreich transportieren zu können.
Die erarbeiteten Entwurfsvorschläge gehen demnach über die Funktion des reinen Eyecatchers hinaus und nehmen die Rolle raumgreifender „Generatoren“ ein. Solche, die im Stande sind, dem Betrachter ein bestimmtes Verhalten ab zu verlangen oder ihn zumindest in eine spezifische Stimmung zu versetzen um jedenfalls aktiv am Unterfangen „Beratung“ teilnehmen zu können.

 

Marcel Amrhein
FLEXMOLIGHT

Zentrales Anliegen des Konzeptes ist es, einen flexiblen, leichtgewichtigen und in Folge dessen auch mobilen Messestand zu entwickeln, welcher sich als von einem zentralen Stützfuss ausgehende Bogenseilkonstruktion Schirmgleich aufspannt. Die im Bereich des Stützfusses angesiedelte Sitzgelegenheit wird im Zuge dessen als luftgefülltes Membrankissen zum besitz- und begreifbaren Inbegriff des Entwurfsansatzes. Darüber hinaus lässt die Wahl dezidiert zeitgenössischer Leichtbaukonstruktionen das gewählte Anliegen auch für den Ausstellungsbesucher augenscheinlich und damit im Sinne einer Botschaft lesbar werden. In Folge dessen werden auch die Beraterpulte zu multifunktionalen "Infodeskeinheiten", welche über die konventionelle Nutzung hinaus den jederzeitigen Zugriff auf das worldwideweb gestatten sollen.

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Gerhard Brezina
FOLD_UP

Das entwickelte System "FOLD_UP" basiert auf einem modularen Plattenraster aus Laminatbeschichteten Holzwerkstoffplatten in einer Dimension von 210 x 70 cm. Aneinandergekoppelt und untereinander verbunden decken sie zunächst die jeweils gewählte Grundfläche des Messestandes ab. In nachfolgenden Schritten, werden durch einen faltähnlichen Vorgang und eigens entwickelte Fixiervorrichtungen Stehpulte, Beratungstische, Sitzbänke wie auch eine Informationswand gebildet. Solcherart verwandelt sich aus dem zunächst zweidimensionalen Grundraster eine dreidimensionale Präsentationstopografie, deren Dimension an diverse Ausstellungssituationen angepasst werden kann.

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Manfred Eigner
LOGOUNIT

Als Ausgangsbasis für die veränderbare Präsentationseinheit dient eine an das Logo der Universität angelehnte Grundfigur, welche im Überkopfbereich ihre Signalwirkung entfaltet. Die vorgesehenen Bauteilkomponenten und Möbel zielen darüber hinaus jedoch auf unterschiedliche Kombinierbarkeit ab, um die diversen Anforderungen an Größe und Grundflächenbeschaffenheit des Messestandes denkbar optimal erfüllen zu können. Dem Umstand des Aufbaues, des Transportes und der Lagerung des Standes durch Laien Rechnung tragend, werden die begrenzenden Wandelemente in Leichtbauweise projektiert.

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Marion Enne
INFOFAUNA

Ein "kalkuliertes" Gewirr aus gebogenen Stangen, welches sich über einem konstruktiv wirksam werdenen Sockel erhebt, soll die Aufmerksamkeit des Besuchers erregen. Assoziationen zu vegetabilen Strukturen sind dabei durchaus gewollt und werden darüber hinaus durch die Befestigung kleiner Stofftaschen an den Stangenenden unterstrichen. Solcherart werden diverse Informationsfolder von den Besuchern wie "Früchte vom Baum" gepflückt. Die bewusst simpel gehaltenen Holzkisten, welche gleichsam als Fundament dieser Struktur fungieren, sollen den Eindruck des provisorischen ein weiteres Mal verstärken. Des Weiteren erlauben sie fallweise auch das Verstauen von Printmaterial, wie auch die Montage von Sitzauflagen.

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Theresa Graff
TWIN TUBES

Die Messestandeinheit präsentiert sich als zeichenhafte Geste. Zwei parallel zu einander stehende, schräg aus dem Boden ragende Aluminiumrohre buhlen gezielt die Aufmerksamkeit des Besuchers. Über eine Stahlsockelplatte werden die beiden tragenden "Bäume" bodenseitig fixiert. Durch eine gezielte Perforierung werden sie zur Montageplattform für Alukragarme an welchen wiederum stehende oder auch hängende Beraterpulte montiert werden können. Im Zuge dessen werden einem Spielkastensystem ähnlich diverse Standgrößen und Aufstellungskombinationen denkbar.

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Marion Horvath
INFOBOX

Aus einem würfelförmigen Basisobjekt lassen sich vier Elemente mit den Abmessungen 60/100/150 herauslösen, welche sich ihrerseits wiederum mittels vertikalen und/oder horizontalen Verschubvorrichtungen in einzelne Möbelobjekte transformieren lassen. Selbige verändern im Zuge dieser Wandlung Aussehen und Nutzungsfunktion. Im "geöffneten Zustand" erweist sich die Elementik als Möbellandschaft, die zum Stehen, Sitzen oder Liegen einlädt. Gekoppelt lässt sich das Objekt via Europalette oder bzw. über ein integriertes Rollensystem verfahren und transportieren.

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Florian Lontschar / Heinz Schmiedhofer
Z.E.N.

Der Entwurf folgt dem Gedanken einer bewussten Reizreduktion im Umfeld eines gängigen Ausstellungsumfeldes. Ein artifizielles Kiesbett inmitten eines optischen Wandschleiers öffnet den Blick auf ein sich öffnendes und wieder schließendes Beraterpult. Das zentrale Objekt übernimmt dabei die Aufgabe eines Eyecatchers, dessen strukturelle Öffnungslogik für den Betrachter erst im Moment der Verwandlung augenscheinlich wird. Einfache Transportierbarkeit und die Fähigkeit zur räumlichen Adaption prägen darüber hinaus das Leitmotiv des Projektes.

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Judith Reiterer
TWO IN ONE

Massig wirkende Kuben, deren äussere Haut dunkel und rau erscheint, kontrastieren mit einem weichen und einladenden Innenleben, welches durch das Auseinandertrennen jeweils zweier Einzelelemente zugänglich wird. Vier unterschiedliche Module offerieren dabei jeweils Sitz-, als auch Stehplätze und definieren den spannungsreichen Zwischenraum. Die Multiplikation der einzelnen Elemente lässt einen "städtischen" Mikroorganismus andenken, welcher einzig dem Beraten und Beraten werden dient.

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Leonie Schreger
3² [Drei zum Quadrat]

Das Entwurfskonzept nimmt Bezug auf die bereits existente Gestaltung der universitätseigenen Homepage. Sowohl der Pixelhintergrund als auch die unterschiedlichen Farbwerte scheinen in modifizierter Weise als gestalterisch tragende Elemente innerhalb dreier räumlicher Präsentationseinheiten auf. Eröffnen den Beratern- wie auch den Informationssuchenden ein Spektrum an Formen der Kontakt- und Informationsaufnahme. Signifikant in Erscheinung tretende Einschnitte, wie auch unterschiedlich ausladende Flächen oder aber dreidimensional aus einer Fläche tretende Boxen lassen die rollbaren Einheiten im Zusammenspiel lebendig und vielfältig erscheinen.

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Sebastian Schubert
BILDUNGSWEGWEISER

Der so genannte "Bildungswegweiser" versteht sich als Infostand-System, dessen vordringliche Kennzeichen Wandelbarkeit hinsichtlich de Erscheinungsform als auch die Möglichkeit zur modularen Erweiterbarkeit sind. Das Basiselement - ein tragendes Alurundrohr wird mittels aufsteckbaren Zusatzelementen wie Tisch, Infoscreen, Spot-Leiste, etc. je nach Bedarf und Anforderung erweitert. Solcherart sind ein- und zweiseitige aber auch Eck-Lösungen realisierbar. Die gezielte Gestaltanleihe an "klassischen" Wegweisern lässt den Stand selbst als Inbegriff frei zugänglicher Information resp. Orientierungshilfe im vielfältigen Bildungsangebot verständlich werden.

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Jonathan Shaked
LEPORELLO

Der Entwurfsansatz folgt dem Gedanken der Schaffung einer denkbar kompakten und darüber hinaus leicht zu transportierenden Wandeinheit für jede einzelne der vier Universitätsfakultäten. Leporelloartig entfalten sich die Bild- und Präsentationswände welche im Zuge einer Messe, resp. Ausstellung jenen Raum aufspannen, welcher sich einzig dem Gespräch zwischen Beratern und Ratsuchenden widmet. Vielfältige Kombinierbarkeit und stets neue Erschienungsformen kennzeichnen den Messestand, welcher durch die Faltung zweidimensionaler Bildebenen Raum kreiert.

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Stefan Toifl
ROTER FADEN

"Leichtigkeit", "Bewegung", "Dynamik" wie auch "Zielstrebigkeit" sollen sich in einem räumlichen Band manifestieren, das auf Wiedererkennung abzielt. Das räumliche Band ist Tisch und Sitzgelegenheit zugleich. Mal ist es räumlich erfassbar, dann wiederum zeichnet es sich bloß als Lichtfläche im Wandbereich ab. Solcherart erfüllt der "rote Faden" zum einen die Aufgabe der Informationspräsentation, zum anderen jene der Kontaktaufnahme mit Interessierten, und nicht zuletzt dient er als erinnerbarer Eyecatcher.

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   Beratung: Dr. Wolf-Michael Tschuppik, Kontakt: www.rohtangarchitects.com
   Aufnahmen: Markus Ziegelwanger, Kontakt: photographer@blax.at
   Webdesign: multivitamedia Markus Piribauer, Kontakt: www.multivitamedia.at