ao.Univ.-Prof.Dr. Bob Martens - Entwerfen SS 02

PLANETARIUM

 

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Ausgewählte Projekte:

> Markus Brandstetter
> Emese Egyed
> Juliane Haider
> Robert Heiglauer
> Lucas Heiss
> Florian Marszalek
> Christian Reith
> Katrin Schärf
> Valbone Spahijaj
> Christian Zajicek

This programme focuses on developing and improving the visibility of the Planetarium of the City of Vienna. Currently, people simply pass by the building since there is nothing to draw them in. Actually, the entrance as it presents itself now looks like it might lead to a comprehensive school rather than to a planetarium. This situation calls for a design invention and for a substantial interaction of form, material and colour. Design proposals are also to be developed for a (functional) extension. Ideas to be considered include adding a new office building, developing an "Astro-shop" or a "Space-cafe".


AUFGABE

Das Entwurfsprogramm konzentriert sich auf die Aufwertung der Erschließung und der generellen Präsentation des Planetariums der Stadt Wien. So allgemein diese Anforderung erscheint, so umfassend ist die damit verbundene spezifische Lösungsfindung. Der Standort im Wiener Prater ist an sich attraktiv, doch fehlt hier die entsprechende Attraktion, welche potentielle Besucher zum letztendlichen Eintritt motiviert. Zur Zeit bewegt man sich am Gebäude vorbei, da die eindeutige Einladung fehlt. Vielmehr noch, die Eingangssituation gleicht in der jetzigen Darbietung eher einem Schulbau der Stadt Wien. An dieser Stelle kommen somit raumgestalterische Belange zum Tragen, zumal das substantielle Zusammenwirken von Form, Material und Farbe gefragt ist. Darüberhinaus sind Entwurfsvorschläge für die (funktionelle) Erweiterung anvisiert. So sind z.B. der Zubau eines neuen Bürotraktes, wie auch der Aufbau eines “Astro-shops” und Einrichtung eines “Space-cafes” Gegenstand der Betrachtung. Es muß festgehalten werden, daß die Erarbeitung eines Raumprogrammes eine wesentliche Auseinandersetzung darstellt. Es ist beabsichtigt - nach Maßgabe der finanziellen Möglichkeiten - aus der entwickelten Bandbreite an Lösungsvorschlägen zu einer baulichen Realisierung zu gelangen.

LEISTUNGSUMFANG

Eine präzise Betrachtung vor Ort stellt den Ausgangspunkt der Übung dar, welche als Grundlage für die zu erarbeitenden Konzepte dient. Die Ausarbeitung der Entwurfsvorschläge ist in weiterer Folge im Maßstabsbereich 1:20 anzusiedeln. Raumgestalterische Belange (Details, Bemusterungen, etc.) sind ebenso in diesem Maßstab darzustellen. Die 4-stündige Übung bezieht sich auf die Eingangssituation und die 8-stündige Übung überdies auch auf die Erweiterung.

RESÜMEE: Planetarium

Wie das Ergebnis der Entwurfslehrveranstaltung aufzeigt, gibt es eine wahre Vielzahl an Möglichkeiten das bestehende Planetarium der Stadt Wien zu transformieren und es dadurch verstärkt als Attraktor im vorgefundenen Umfeld erscheinen zu lassen. Die Bandbreite der Vorschläge erstreckt sich hierbei von geringen baulichen Eingriffen bis hin zur beinahe Totalabtragung. In jedem Fall aber wurde angestrebt, der ungewöhnlichen internen Funktion des Gebäudes ein adäquates Äußeres entgegen zu stellen. Die Frage jedoch auf welche Weise dies geschehen soll, kann angesichts der vorgestellten Ansätze nicht völlig eindeutig geklärt werden. Denn letzten Endes wird es eine Frage von Aufwand und Nutzen sein, welche die adäquate Vorgehensweise zu einem bestimmten Zeitpunkt determiniert.
Die Entwürfe der Studierenden jedoch machen deutlich, dass die Idee des Planetariums auch visuell in den Stadtraum zu übertragen ist. Ganz gleich ob es sich dabei um die gestalterische Aufarbeitung stellarer Abbilder handelt oder lediglich Reminiszenzen an diverse themennahe Bereiche angestellt werde, zu keinem Zeitpunkt bedienen sich die Lösungsvorschläge einer allzu offensichtlichen Symbolik und Bildsprache. Stets verbleiben die Zeichen subtil und in einem notwendigen Grad an Abstraktion.

 

Markus Brandstetter



Der Entwurf zielt darauf ab, die bestehende bauliche Substanz weitgehend zu erhalten und Hinzufügungen dennoch in ihrer Eigenständigkeit entsprechend kenntlich zu machen. Die Systematik neu hinzugefügter Bauteile erweist sich in diesem Kontext als eine Aneinanderreihung kontainerähnlicher Elemente entlang zweier Rückgrade. Der Charakter der Unfertigkeit und des Prozesses des Entstehens wird auf dieses Weise ersichtlich. Die bestehende Einangssituation erfährt eine gestalterische Überhöhung durch die Aufstellung eines geneigten Portalrahmens.

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Emese Egyed



Dieser Entwurfsvorschlag erweist sich als Radikallösung hinsichtlich des bestehenden baulichen Arrangements. Einzig der Kuppelraum bleibt bestehen und erfährt eine Überhöhung durch eine neue Metallschale, welche den Projektionsraum zum weithin erkenntlichen Mittelpunkt der Anlage macht. Über einer Wasserfläche ruhend, erscheint die Schale im Spiegelbild des Wassers als Vollkörper. Der dunkle monolithische Kubus dient als gestalterischer Gegenpol. Er fungiert als Ausstellungs- und Vortragsraum. Der neueingerichtete Bürotrakt wurde in den hinteren Teil des aufgewölbten Gebäudedaches integriert.

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Juliane Haider



Der Entwurf sieht vor, die bestehenden Baulichkeiten unter einem gemeinsamen Dach zusammenzufassen, in dessen Zentrum der Projektionsraum zu liegen kommt. Dieses Dach kann als Superzeichen verstanden werden, welches vorallem im Zusammenhang mit der Betrachtung vom nahen Riesenrad aus Assoziationen an Saturnringe aufkommen läßt. Die darunter angesiedelten Baulichkeiten treten in respektvollen Abstand zur beschirmenden Konstruktion und lassen die gestaltprägende metallische Fläche als autonomes Element verständlich werden.

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Robert Heiglauer



Die zusätzlich erforderlichen Raumkubaturen werden bei vorliegendem Entwurf im wesentlichen unterirdisch geschaffen. Durch die Entwicklung einer leicht über Bodenniveau "schwebenden" Inselplattform erhebt sich einerseits ein halböffentlicher erhöhter Platz im Angesicht der Projektionskuppel, andererseits öffnet sich ein großzügiger in den Boden gegrabener Ausstellungsbereich. Die beiden bestehenden kubischen Baukörper werden in ein Kleid aus vertikalen und horizontalen Schlitzen gehüllt und erhalten eine gestalterische Neuorientierung.

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Lucas Heiss



Dieses Entwurfskonzept sieht vor, den baulichen Bestand in ein übergeordnetes Gestaltungsschema zu integrieren. Die gedankliche Übersetzung einer stellaren Explosion in ein Bauwerk läßt ein kristallines Gebilde entstehen, das sich nach außen weithin öffnet und vielfältige räumliche Situationen im Inneren vorzuweisen im Stande ist. Im "Bug" der Anlage wurde ein Space-cafe positioniert, welches den bis dato als Rückseite formulierten Backstagebereich in ein offenes Kommunikationszentrum verwandelt.

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Florian Marszalek



Der Entwurf beinhaltet eine Reihe neugeschaffener Funktionen und Volumina, welche sich skulptural um den bestehenden Projektionsraum drappieren. Eine teilweise Einhausung der bestehenden Kuppel bindet den "Fremdkörper" ein und sorgt für eine gestalterische Überhöhung, welche den darunterliegenden Raum als Kern der Anlage ersichtlich werden läßt.

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Christian Reith



Dieser Entwurf sieht eine Freilegung des Kuppelraumes vor und ist gekennzeichnet durch eine ringförmige Bedachung, welche dem Gebäude speziell von oben betrachtet eine hohe Signifikanz verleiht. Durchtrennende und leitende Wandelemente bilden den Kontrapunkt zu dieser übergeordenten Figur, welche die beiden bestehenden monolithischen Kubaturen an den zentralen Projektionsraum bindet. Das unterhalb des Dachringes gelegene Großfoyer soll im Gleichschritt als multifunktional bespielbare Fläche zum Einsatz gelangen.

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Katrin Schärf



Vorliegender Entwurf geht den Versuch ein, bauliche Veränderungen so gering als möglich zu halten. So wird die bestehende Kubatur schwarz eingefärbt und die Projektionskuppel mit einer zweiten spiegelähnlichen Schale überzogen. Der Fokus liegt damit unmißverständlich auf dem Projektionsraum. Zusätzlich werden im Bereich des neugeschaffenen Cafes gläserne Sitzvitrinen vorgesehen, welche den Baukörper von innen heraus durchstoßen und insbesondere bei Nacht im Zuge der Illumination das Interesse der Passanten erwecken.

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Valbone Spahijaj



Die Entfernung jeglicher bestehender Substanz ausgenommen des Projektionsraums bildet den Grundstein zu vorliegenem Entwurf. Rund um die Kuppel entwickelt sich in amorpher Weise eine Blob-ähnliche Struktur, die sich gleich einer Flüssigkeit um den Kern zu verteilen scheint. Realisiert wird diese Aussenhaut durch ein Stab-knotensystem, welches mit einer gedämmten Membran überspannt wird.

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Christian Zajicek



Mit möglichst minimalem Aufwand ein Maximum an räumlicher Verbesserung herbeizuführen, stand im Mittelpunkt dieses Entwurfes, welcher ein zeltähnliches Dach im Bereich des Einganges vorsieht und auf diese Weise eine einladende Geste erzielt. Die Aufweitung des Foyers, wie auch die Erweiterung der Büroflächen kann auf diese Weise innerhalb des bestehenden Arrangements integriert werden.

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                  Beratung: Dr. Wolf-Michael Tschuppik, Kontakt: www.rohtangarchitects.com
   Aufnahmen: Markus Ziegelwanger, Kontakt: photographer@blax.at
   Webdesign: multivitamedia Markus Piribauer, Kontakt: www.multivitamedia.at