ao.Univ.-Prof.Dr. Bob Martens - Entwerfen SS 00

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Ausgewählte Projekte:

> Edith Hämmerle
> Sabine Kodatsch
> Dejan Kokanovic
> Roland Koller
> Alexandra Madreiter
> Manfred Mitterer
> Elke Niedermüller
> Holger Resatz
> Friedrich Ruziczka
> Martin Standfest
AUFGABE

Das rollende Zuhause: eine Vision von Gestern oder die adäquate Antwort auf das urbane Nomadentum von Heute? Die Behausung des Individuums als Teil einer veränderlichen Großstruktur zu gestalten, ist spätestens seit den sechziger Jahren als bekannt vorauszusetzen. Die fragwürdige Notwendigkeit von derartigen “Plug-in”-Systemen ist vermutlich ausschlaggebendes Kriterium für die bis dato nur ansatzweise in die Wirklichkeit transportierte Vision.

Abseits urbaner Landmarken und identitätsstiftender Megastrukturen soll eine “ortsungebundene” - sprich eine mehr oder minder mobile - Behausung reduzierter Dimension entwickelt werden. Einerseits sind relevante Grundparameter eines Haushaltes abzudecken, andererseits ist das Potential der (Orts-) veränderung zum Merkmal zu erheben. Die Kleingärten der Österreichischen Bundesbahnen beispielsweise, werden lediglich “auf Widerruf” vergeben, was zur Folge hat, daß sie bei Bedarf kurzfristig an den Eigentümer zurückgegeben werden müssen. Sämtliche bis dato erfolgten Baumaßnahmen sind in diesem Fall auf Kosten der Errichter zu entfernen. Für den Bauherrn hat dies einen beinahe gänzlichen Verlust der entstandenen Kosten zur Folge. Im Bereich dieser auf Widerruf vergebenen Kleingärten könnte eine derartig mobile Minimalbehausung beispielgebend Platz greifen und die Problematik des potentiellen Grundstücksverlustes auf ein denkbares Minimum reduzieren.

Es ist eine bauliche Einheit im für gewöhnlich rasterförmig unterteilten Naturraum zu entwerfen. Diese Einheit wird im Sinne eines “Plug-in” angesteckt und damit an die infrastrukturelle Versorgung angekoppelt. Das Potential zur Trennung bleibt damit gewährleistet. Zu erheben ist, wie sich die Transportfähigkeit auf die Struktur der Behausung niederschlagen wird. Es steht eine Bebaungsfläche von 35 m2 zur Verfügung resp. die Bauhöhe von 5,0 m darf nicht überschritten werden. Von der baulichen Struktur wird verlangt, Raum für weitere Entwicklungen freizuhalten. Im Hinblick darauf, daß konkrete Bedürfnisse abzudecken sind, kommen vermehrt funktionale Überlegungen zum Tragen. Es gilt ebenso, Fragen nach der Schichtung einzelner innenräumlicher Volumina nachzugehen und anfallende Restflächen “optimal” zu nutzen. Auch wenn der Kostenfaktor in der spezifischen Thematik eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielt, muß dennoch Raum für Individualität muß geschaffen werden. Die Behausung, welche im Garten - einem Stück “schonenswürdigem” Naturraum - aufgestellt wird, soll in adäquater Weise auf diesen Umstand antworten. Auch die Frage des Winterfestmachens einer solchen Struktur muß ins Auge gefaßt werden, darüberhinaus gilt es, die Erhaltungskosten für eine solche Struktur in den Entwurfsprozeß miteinzubeziehen.

LEISTUNGSUMFANG

Dieses Entwurfsprogramm wird wöchentlich betreut. Vor Weihnachten ist eine Gastkritik geplant. Zur Abgabe im Monat Jänner ist individuell ein Entwurfskonzept samt vollumfänglicher Darstellung, Bau eines Modells im Maßstab 1:20 zu erarbeiten.

 

Edith Hämmerle

Die beiden hölzernen (gestapelten) Einheiten orientieren sich an der Möglichkeit zum Transport per LKW. Zu ebener Erde werden Sanitärzelle und Kochstelle positioniert. Zur Anlagenerschließung hin, präsentiert sich der Oberteil geschlossen und wird damit der Funktion eines Ruheraumes gerecht. Die Terrasse mitsamt ihrem vorgelagerten Sonnenschutz vermittelt zwischen den einfach geschnittenen Körpern und dem umgebenden Grünraum.

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Sabine Kodatsch

Ein zentraler Kern bestehend aus einer über zwei Ebenen verteilten Sanitär-, Koch und Schlafeinrichtung bildet den Ausgangspunkt einer Baukörpermutation, die ihren gestalterischen Ansatz im Reich der Tier- und Pflanzenwelt sucht. Im Laufe der Sommermonate bestimmt eine ausfahrbare transparente Membran das Leben im Grünen. Der einfache Transport im Form einer gänzlich verschlossenen Containereinheit steht der Verwandlung im Zyklus der Jahreszeiten gegenüber.

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Dejan Kokanovic

Der Transport via Straße bildet den Ausgangspunkt der Überlegungen zu vorliegendem Entwurf. Öffnungs- und Aufweitungsmechanismen stehen insofern im Mittelpunkt des Interesses. Sitz-, Ess-, Arbeits- wie auch Schlaf-faszilitäten werden auf technisch einfache Weise aus Wand- und Schrankelementen hervorgeklappt. Der zur Verfügung stehende Raum wird unter zu Hilfenahme dieser Technologie den geringen Abmessungen zum trotz auf maximale Weise genutzt. Die entscheidendeVergrößerung der Fußboden und Dachflächen bedient sich des Mittels eines hydraulisch unterstützten Faltvorganges.

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Roland Koller

Der Entwurf zu vorliegendem Kleingartenhaus, geht von dem Grundgedanken aus, eine denkbar kompakte und verschlossene Einheit via einer Anzahl an Zahnstangen vertikal zu erweitern. Der auf diese Weise gewonnene zweite Stock birgt die Schlafeinrichtungen. Im verschlossenen Zustand leistet die "zweite Haut" überdies einen nachhältigen Schutz im Sinne einer Einbruchssicherheit. Das Mobiliar folgt den Leitgedanken und operiert mit den Möglichkeiten der Öffnung und Erweiterung um den ohnedies nur begrenzt zur Verfügung stehenden Raum soweit als möglich frei zu halten.

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Alexandra Madreiter

Der Entwurf wird durch die Differenzierung zwischen einem internen Funktionsblock aus konstruktiv eingesetztem Sperrholz und einer davon losgelösten Außenhülle in einer Alu-Sandwich-Konstruktion geprägt. Etwa ein Drittel der gekrümmten Außenhaut läßt sich vertikal verfahren und in folgedessen einen nahezu nahtlosen Übergang zwischen dem Innen und dem Außen zu. Der modulare Aufbau der einzelnen Elemente läßt eine Typenauswahl zwischen 17, 35 und 52 m2 bebauter Fläche zu.

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Manfred Mitterer

Das Innere des Kleingartenhauses auf Wunsch in direkter Weise mit dem Außenraum zu verbinden gilt als Zielsetzung des vorliegenden Entwurfes. Großformatige Wandelemente können der Vorstellung zu Folge in ihrere Gesamtheit seitlich verfahren werden. Die Gebäudekonfiguration selbst versteht sich als Addition einzelner weitgehend vorgefertigter Elemente, die sich sowohl gestalterisch als auch konstruktiv voneinander unterscheiden. ihre letztliche Zusammenfügung sorgt für eine differenzierte Baukörper- und Fassadendurchbildung.

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Elke Niedermüller

Den Ausgangspunkt der Entwurfsüberlegungen zu vorliegendem Entwurf bildet das Konstruktionssystem, welches sich eines einfachen Rahmensystems aus Stützen und Trägern bedient. Tafelelemente sorgen für die statisch notwendige Auskreuzung. Das geringe Gewicht, welches die Konstruktionsform und die damit einhergehende Materialwahl bedingt, garantiert sowohl einen denkbar einfachen Auf-, als auch Abbau. Die Geschlossenheit der Baulichkeit bezogen auf die Eingangszone und die Parzellenerschließung, wird im Zuge der räumlichen Weiterführung nach und nach von zunehmender Offenheit abgelöst. Der Essbereich geht schließlich beinahe nahtlos in den Gartenraum über und läßt an eine "sowohl als auch" Nutzung im Bereich der Terrasse denken.

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Holger Resatz

Der Entwurf zu vorliegendem Kleingartenhaus verfolgt den Gedanken einer Aufspaltung der einzelnen Räume in eine Folge gekoppelter Baukörper. Die geringfügige vertikale Verschiebung bei gleichzeitiger seitlicher Versetzung läßt das Haus zur gestaffelt erscheinenden Rückwand für das Leben im Garten werden. Das Verständnis um die Offenheit eines derartigen Wohnens im Grünen drückt sich darum auch nicht zuletzt in der konstruktiven und visuellen Leichtigkeit der gesamten Baulichkeit aus.

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Friedrich Ruziczka

Die Raumkubatur wird bei vorliegendem Projekt auf zwei einzeln artikulierte Gebäudeteile aufgesplittet. Eine unterschiedliche Höhenentwicklung, sowie auch eine Differenzierung hinsichtlich der Oberfläche der Außenhaut trägt dazu in nachhaltiger Weise bei. Der Verbindungs- und gleichzeitig der Eingangbauteil gestattet, trotz eines paradox erscheinenden Projektansatzes die Wahrung der notwendigen Funktionalität. Aus der selbstgewählten Problemstellung entwickelt sich ein Kleingartenhaus, das den Gartenraum gleichsam in das bauliche Gefüge.miteinbezieht.

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Martin Standfest

Das Kleingartenhaus wird in vorliegendem Entwurf als Anhängereinheit interpretiert, welche mittels technischer Hilfsmittel geöffnet und sodann als gleichsam bewohnbarer Schrank genutzt wird. Die vertikale Stapelung und Schichtung läßt dabei ein Optimum an Raumausnutzung zu Tage treten und die anfallenden Dachflächen werden zu "mobilen" Beeten und Grünflächen umfunktioniert. Dank der räumliche Überlegungen finden auch scheinbare "Luxus"-ausstattungen Eingang in die rollende Baulichkeit: Durch seitliches Verfahren der Schlaf- und Liegeflächen wird der hausinterne Pool freigelegt.

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   Beratung: Dr. Wolf-Michael Tschuppik, Kontakt: www.rohtangarchitects.com
   Aufnahmen: Markus Ziegelwanger, Kontakt: photographer@blax.at
   Webdesign: multivitamedia Markus Piribauer, Kontakt: www.multivitamedia.at