BUNDESBAUDIREKTION WIEN

E N T W E R F E N

IM RAUMLABOR

256.009 UE / WS 1996-97 / Ass.Prof.Univ.-Doz.Dr. Bob Martens

Im Auftrage der Bundesbaudirektion Wien erfolgt derzeit die Ausarbeitung eines Revitalisierungskonzeptes für den sogenannten îLuftpavillion” im Hof 2 der Technischen Universität Wien in Wien 4., Karlsplatz 13. Für die Umsetzung dieses Projektes wurde Architekt Dipl.-Ing. Willmann mit den Planungsleistungen beauftragt. Daneben soll aber auch der Hof 2 selbst neu gestaltet werden.

Aufgrund der Sensibilität der zentralen Projektssituierung innerhalb des historischen Umfeldes und in Hinblick auf eine, den heutigen und zukünftigen Ansprüchen möglichst entsprechenden Nutzung, wird als erstmaliger Versuch eine gemeinsame Projektsentwicklung unter Einbindung von studentischer Entwurfsarbeiten durchgeführt.


In einem gemeinsamen Dialog zwischen der Bundesbaudirektion Wien, dem federführenden Architekten und dem Institut für Raumgestaltung - Abteilung für räumliche Simulation - soll somit die Erstellung eines Revitalisierungskonzeptes für Hof 2 unter Berücksichtigung der Studie zum Luftpavillion als Übungsarbeit erfolgen.

GRUNDAUFGABE

Der 2. Hof samt Pavillon im Hauptgebäude der Technischen Universität Wien soll saniert bzw. umgestaltet werden. Der Luftpavillon wie auch der ehemalige Windkanal des Institutes für Strömungslehre steht unter Denkmalschutz. Es wird beabsichtigt, diese Baulichkeit als Kleinrestaurant mit Ausstellungsfazilität zu nutzen. Das derzeitige Buffet in der Aula soll in der derzeitigen Form aufgelassen werden und würde an dieser Stelle eine neue Bleibe finden. So gesehen könnte eine substantielle Erweiterung des derzeitigen Angebots realisiert werden. Die Bezeichnung "Kleinrestaurant" soll jedoch nicht in die Irre führen; man könnte daher auch von einem "Café mit Zusatzangebot" sprechen. Es ist vorgesehen, die kulinarische Palette in qualitativer Hinsicht anzuheben. Die Außenzone des Pavillons ist in die gastronomische Nutzung einzubeziehen.

Die sog. TVFA wird momentan über den 2. Hof beliefert. Ob und in welchem Ausmaß eine Übersiedelung zu einem anderen Standort realistisch ist, kann derzeit nicht abgeschätzt werden. Im 2. Hof sind Stellplätze an und für sich nicht vorgesehen. Höchstens muß hier an eine Belieferung gedacht werden. Die Errichtung einer Wendeschleife ist fester Bestandteil der Nutzerwünsche. Ob die Durchfahrtshöhe der vorhandenen Kranbahnanlage ausreicht, ist in weiterer Folge noch zu klären.

Hinsichtlich der Planungsaufgabe ist die Gestaltung des 1. Hofes insofern einzubeziehen, als daß ein Dialog vorgesehen ist. Diese Feststellung soll somit nicht als Einladung zur Schaffung eines maximalen Kontrastes verstanden werden.

Nachfolgende Aspekte sind weiters von Bedeutung:

- die vorhandene Beleuchtung im 2. Hof. ist zu beachten;

- das Verhältnis zwischen Grün- und befestigten Flächen wurde noch nicht festgesetzt;

- die feuerwehrbezogenen Aufstellflächen sind ebenfalls festzulegen. Ansonsten ist bei den zu befahrenden Bereichen mit einer Belastung von 3,5 t zu rechnen.

- die Umgestaltung des Hörsaal 7 gehört an sich nicht zum Entwurfsprojekt, dennoch kann dessen Verbindung zum 2. Hof Gegenstand der Entwurfsarbeit sein;

- die nischenartigen Bereiche im östlichen Bereich können für Aufenthaltszwecke konzipiert werden.

LEISTUNGSUMFANG

Die erforderlichen Planungsunterlagen stehen derzeit noch nicht vollständig zur Verfügung. Der Pavillon wird zur Zeit aufgenommen. Die zeichnerische Darstellung der umgebenden Hoffassaden ist mit Ausnahme des sog. Aufbaulabors (Hörsaal 7 im EG) vorhanden. Sämtliche Unterlagen können für das Umgebungsmodell 1:100 eingesetzt werden. Die Entwurfsvorschläge sind im Maßstabsbereich 1:100 bis 1:1 anzusiedeln. Insbesondere raumgestalterische Details und Bemusterungen sind im Maßstab 1:20 darzustellen. Bei Bedarf können 1:1-Simulationen vor Ort bzw. Raumlabor vorgenommen werden.

ABLAUF

In Verbindung mit der Programmausgabe findet eine Fragestunde statt. Danach wird in Abständen von jeweils 2-3 Wochen korrigiert, wobei jeweils die individuelle Weiterarbeit am Projekt vorausgesetzt wird. An diesen Besprechungen wird sich außerdem Arch. Willmann beteiligen, welcher für die Sanierung des Pavillons von der Bundesbaudirektion Wien beauftragt wurde. Im Hinblick auf die beschränkte Teilnehmerzahl können jedoch Änderungen fixiert werden. Vor Weihnachten wird eine "Jury" stattfinden, an der auch Vertreter der zuständigen Behörden aus den Bereichen Denkmalschutz (Bundesdenkmalamt), Stadtgestaltung (Magistratsabteilung 19) und Verwaltung (TU-Wirtschaftsabteilung) beteiligt sein werden.

Die Fertigstellung des Projektes ist mit Ende Februar 1997 terminisiert. Nach Rücksprache mit der Wirtschaftsabteilung können projektsbezogene Materialkosten übernommen werden.

ACHTUNG!

Die Vorbesprechung findet am 16.10.96 um 17 Uhr im Hörsaal 14A statt. Im Hinblick auf die Komplexität der Aufgabe können ausschließlich Studierende höheren Semesters an dieser Lehrveranstaltung teilnehmen (beschränke Teilnehmerzahl!).